23.06.2014, von thw.de

Camping all inclusive: Bereitstellungsraum 500 im Test

Es hat den Anschein einer großen Zeltstadt, doch dahinter verbirgt sich geballte THW-Kompetenz: Der Bereitstellungsraum 500 (BR 500). Dieser kommt zum Einsatz, wenn bei Großschadenslagen wie Hochwasser, Sturm oder anderen Katastrophen Einsatzkräfte über eine längere Zeit versorgt und untergebracht werden müssen. Seit dem vergangenen Wochenende unterziehen die THW-Helferinnen und Helfer das Konzept in Bruchhausen-Vilsen einem Belastungstest.

Von oben sind die Ausmaße des Bereitstellungsraums 500 (BR 500) gut erkennbar. Quelle: THW/ Sebastian Leliveldt

„Die Übung Bereitstellungsraum 500 ist die erste praktische Erprobung des Einsatzkonzeptes“, sagte THW-Präsident Albrecht Broemme zum Auftakt der Übung, die noch bis zum 30. Juni andauert. Mit der Entwicklung dieses Konzepts baut das THW bundesweit seine Kompetenzen aus. Denn der BR 500 beinhaltet alles, was für die Bereitstellung von bis zu 500 Einsatzkräften benötigt wird. „Einsätze wie beim Hochwasser 2013 oder beim G8-Gipfel haben gezeigt, dass der BR 500 schon aus Fürsorgegründen für die Einsatzkräfte wichtiger Bestandteil der Einsatzplanung ist“, erklärte Broemme.

Der Bereitstellungsraum bietet neben einer Führungsstelle alle erforderlichen Ver- und Entsorgungseinrichtungen. Dazu zählen ein Feldlager mit Sanitäranlagen sowie Werkstätten. Mit dieser Ausstattung kann der BR 500 sowohl bei lang andauernden Einsätzen als auch bei Großveranstaltungen genutzt werden, bei denen die Helferinnen und Helfer auf Abruf bereit stehen müssen.
In einem Gemeinschaftsprojekt entwickelten die Landesverbände Bremen, Niedersachsen und Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein mit der THW-Bundesschule Hoya und der THW-Leitung das Konzept. Bei der Ausarbeitung griff das THW auf umfangreiches Wissen im Bereich Logistik und Feldlagerbau aus vergangenen Einsätzen wie dem Hochwasser 2013 zurück.

Parallel zum Test des BR 500 findet an der THW-Bundesschule Hoya die jährliche Brückenbauübung statt. Während dieser mehrwöchigen Großübung ziehen unter anderem die THW-Kräfte der Fachgruppen Brückenbau in den BR 500 ein und testen das Konzept damit unter realen Bedingungen.

Das Technische Hilfswerk (THW) ist die ehrenamtliche Einsatzorganisation des Bundes. Das Engagement der bundesweit rund 80.000 Freiwilligen, davon die Hälfte Einsatzkräfte, ist die Grundlage für die Arbeit des THW im Bevölkerungsschutz. Mit seinem Fachwissen und den vielfältigen Erfahrungen ist das THW gefragter Unterstützer für Feuerwehr, Polizei, Hilfsorganisationen und andere. Das THW wird zudem im Auftrag der Bundesregierung weltweit eingesetzt. Dazu gehören unter anderem technische und logistische Hilfeleistungen im Rahmen des Katastrophenschutzverfahrens der Europäischen Union sowie im Auftrag von UN-Organisationen.


Quelle: THW.de


  • Von oben sind die Ausmaße des Bereitstellungsraums 500 (BR 500) gut erkennbar. Quelle: THW/ Sebastian Leliveldt

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