23.05.2014, von THW

THW-Wasserexperten unterwegs nach Bosnien

Die Hochwasserkatastrophe auf dem Balkan dauert an, die betroffenen Staaten sind nach wie vor auf internationale Hilfe angewiesen. Zunächst baten Bosnien-Herzegowina und Serbien die europäischen Partner um Rettungsboote, dann um Hochleistungspumpen, die unter anderem das THW bereitstellte. Nun wird Trinkwasser dringend benötigt.

Quelle: THW/Karin Schnur

Ein siebenköpfiges SEEWA-Team (Schnell-Einsatz-Einheit Wasser Ausland) ist von Blaubeuren (Baden-Württemberg) aus nach Bosnien aufgebrochen. In Brčko werden die Spezialisten Trinkwasseraufbereitungsanlagen einsetzen, mit denen sie je rund 6.000 Liter Nutzwasser pro Stunde in Trinkwasser umwandeln können. Tausende Menschen sind in der Region auf sauberes Wasser angewiesen. Ein Vorausteam hatte gemeinsam mit den bosnischen Behörden die Einsatzstellen vorbereitet.

Die THW-Einheit für Auslandslogistik, SEE-Lift, hat mit dem Material bereits Kroatien erreicht und ist nun auf dem Weg nach Brčko. Im Gepäck haben sie neben den Trinkwasseraufbereitungsanlagen auch ein Labor, mit dem die Fachkräfte die Wasserqualität kontrollieren können. Zusätzlich transportieren sie Ausstattung, um Brunnen zu reparieren und wieder in Betrieb zu nehmen.

Zeitgleich pumpen mehr als 70 Helferinnen und Helfer in Serbien und Bosnien-Herzegowina Wasser zurück in die Flüsse. Zwölf Hochleistungspumpen des THW sind mittlerweile im Dauerbetrieb und befördern jede Minute rund 100.000 Liter Wasser.

Das Technische Hilfswerk (THW) ist die ehrenamtliche Einsatzorganisation des Bundes. Das Engagement der bundesweit rund 80.000 Freiwilligen, davon die Hälfte Einsatzkräfte, ist die Grundlage für die Arbeit des THW im Bevölkerungsschutz. Mit seinem Fachwissen und den vielfältigen Erfahrungen ist das THW gefragter Unterstützer für Feuerwehr, Polizei, Hilfsorganisationen und andere. Das THW wird zudem im Auftrag der Bundesregierung weltweit eingesetzt. Dazu gehören unter anderem technische und logistische Hilfeleistungen im Rahmen des Katastrophenschutzverfahrens der Europäischen Union sowie im Auftrag von UN-Organisationen.

Quelle: THW.de


  • Quelle: THW/Karin Schnur

  • Quelle: THW

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